Unsere Philosophie
Schreiben ist kein Talent. Es ist eine Fähigkeit, die jeder Mensch entwickeln kann, wenn der Raum dafür stimmt.
Jede Geschichte verdient Gehör
Bildung bedeutet bei Celunmorix nicht die Vermittlung von Regeln oder Normen. Es bedeutet die Schaffung von Bedingungen, unter denen Menschen zu ihrer eigenen Sprache finden. Dieser Unterschied ist fundamental.
Wenn jemand zum ersten Mal über seine Kindheitserinnerungen schreibt oder eine Reise in Worte fasst, die ihn verändert hat, entsteht etwas Persönlicheres als jeder literarische Text nach Vorlage. Diesen Prozess zu begleiten ist unser Kernanliegen.
Wir glauben, dass Schreiben eine Form des Denkens ist. Wer schreibt, ordnet. Wer ordnet, versteht. Wer versteht, kann weitergehen.
Woran wir arbeiten
Schutzraum
Texte, die in unseren Kursen entstehen, bleiben in der Gruppe. Was geteilt wird, bestimmt jede Person selbst. Kein Druck zum Vorlesen. Kein ungebetenes Feedback. Die psychologische Sicherheit ist Grundvoraussetzung für ehrliches Schreiben.
Eigener Stil statt Norm
Feedback in unseren Kursen zielt nie darauf ab, einen Text einem Ideal anzugleichen. Es geht darum, den eigenen Stil klarer zu machen, die eigene Stimme zu stärken. Was jemand sagen will, entscheidet er oder sie allein.
Prozess vor Produkt
Am Ende eines Kurses steht ein Text. Aber das Wichtigste ist der Weg dorthin. Das Ausprobieren, das Verwerfen, das Neuanfangen. Diese Erfahrungen sind der eigentliche Lerngewinn, und auf sie legen wir in der Kursgestaltung das Hauptgewicht.
Gruppe als Ressource
Kleine Gruppen entstehen nicht nur aus logistischen Gründen. Eine Gruppe von maximal acht Menschen schafft eine Qualität des Zuhörens und des gegenseitigen Interesses, die in größeren Formaten nicht möglich ist. Die Verschiedenheit der Teilnehmenden bereichert jeden Text.
Wie wir unterrichten
Unsere Kursleitung hat pädagogische und schriftstellerische Hintergründe. Das bedeutet: Unterricht wird nicht als Wissensvermittlung von oben nach unten verstanden, sondern als Dialog. Die Kursleitung bringt Struktur und Methodik mit. Die Teilnehmenden bringen ihre Geschichten und ihre Fragen.
Jede Sitzung beginnt mit einer kurzen Schreibübung. Keine langen Einführungen, kein theoretisches Vorspiel. Schreiben lernt man durch Schreiben. Theorie und Reflexion kommen danach, wenn sie einen konkreten Anknüpfungspunkt im eigenen Text haben.
Die Kurssprache ist Deutsch. Rückmeldungen werden mündlich und schriftlich gegeben, immer mit dem Ziel, die Intention des Schreibenden zu stärken, nicht eine externe Norm zu erfüllen.